
„Zwischen Reiz und Reaktion liegt ein Raum. In diesem Raum liegt unsere Macht zur Wahl unserer Reaktion. In unserer Reaktion liegen unsere Entwicklung und unsere Freiheit.“
— Viktor E. Frankl
Die Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT) wurde in den 1980er Jahren von der amerikanischen Psychologin Marsha Linehan entwickelt. Linehan war als junge Frau selbst an Borderline erkrankt und wurde lange erfolglos stationär behandelt.
Ihre Betroffenenperspektive half ihr später dabei, aus verschiedenen Elementen der kognitiven Verhaltenstherapie, der humanistischen Therapie und des Zen eine neue Therapieform für Patienten, die von ihren Emotionen überwältigt und wie von der Welle mitgerissen werden, zu entwickeln. Die DBT besteht aus folgenden Elementen:
- Fertigkeitentraining in der Gruppe („Skillsgruppe“)
Hier lernen die Patienten hilfreiche Einstellungen und Techniken, um besser mit ihrer Erkankung umgehen zu können. Das Training besteht aus fünf Modulen (Achtsamkeit, Stresstoleranz, Umgang mit Gefühlen, Zwischenmenschliche Fertigkeiten, Selbstwert) und findet meist wöchentlich über mehrere Monate statt. - Einzeltherapie
Parallel dazu vertiefen die Patienten in der Einzeltherapie die gelernten Fertigkeiten und lernen sie im Alltag anzuwenden. Hier werden auch spezielle Themen des Patienten bearbeitet, z.B. Probleme in Beziehungen oder auf der Arbeit, Süchte, Essstörungen oder Traumata.
Photo: Prof. Dr. Franz Vesely / CC BY-SA 3.0 de
